Brunnenprojekt
Afrika Togo

Brunnenprojekt Afrika Togo
Soziale Nachhaltigkeit

Brunnenprojekt Togo, Afrika

Als Unternehmen handeln wir verantwortungsbewusst und streben nachhaltige Lösungen an. Wir setzen uns klare Ziele, arbeiten effizient und legen großen Wert auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit – ökologisch, sozial und ökonomisch. Unser Bestreben ist es, gleichermaßen die Umwelt, die Gesellschaft sowie kommende Generatio- nen zu unterstützen und Verantwortung zu übernehmen.

In einer Welt, in der Zugang zu sauberem Trinkwasser immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, direkt zu helfen und das Leben in einer von uns ausgewählten Gemeinde in Togo (Afrika) durch ein soziales Brunnenbau Projekt aktiv zu unterstüt-zen.

Erfahren Sie mehr über unser Engagement, die lokalen Herausforderungen der Einwohner und wie wir gemeinsam deren Lebensumstände gezielt verbessern konnten.

Im Allgemeinen möchten wir als e.w.enture GmbH verschiedenste Maßnahmen und Programme unterstützen und somit die soziale Gerechtigkeit fördern und die Lebensbedingungen einzelner ganzheitlich positiv beeinflussen.

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Brunnenbau

Das Vorhaben

Sauberes Wasser bleibt für viele Menschen in Afrika nach wie vor oft unerreichbar. 
Langanhaltende Dürreperioden erschweren dies massiv, da natürliche Wasserquellen flächengreifend austrocknen. 
In solchen Notlagen bleibt den Betroffenen oft keine Wahl, als sich mit verunreinigtem Bachwasser zu behelfen (Video), was leider häufig zu schweren Krankheiten und im schlimmsten Fall sogar zu Todesfällen führt. Besonders gefährdet sind dabei Kinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Diese prekäre Situation zeigt die dringende Notwendigkeit, nachhaltige Lösungen zur Sicherung sauberer Wasserversorgung zu fördern.

Die meisten togolesischen Dörfer befinden sich tatsächlich nur wenige Meter von der nächsten möglichen Grundwasserquelle entfernt, allerdings in einer ohne Hilfsmittel unerreichbaren Tiefe von 8 bis 20 Metern. Die Errichtung eines Brunnens erfordert daher vorwiegend eine Tiefbohrung, welche nur einzelne Fachbetriebe durchführen können. Ein nah gelegener Brunnen innerhalb einer Gemeinde ermöglicht Hunderten von Menschen und Tieren, Zugang zu sauberem Wasser. Ein Brunnen bringt nicht nur einen Umbruch, ein Brunnen verändert alles! Er verbessert die Lebensqualität der jeweiligen Gemeinschaft nachhaltig und trägt dazu bei, die Gesundheit, Bildung und Zukunftsaussichten der Bewohner erheblich zu verbessern. Ebenso die Tierwelt profitiert von neuen Wasserquellen, was wiederum die Landwirtschaft der Dorfbewohner stützt.

Dank eines persönlichen Kontakts, der sich durch die Reise einer unserer Mitarbeiter im Dezember 2022 ergab, haben wir die Möglichkeit, den Menschen vor Ort direkt und ohne institutionelle Organisationen zu helfen. Diese Chance
haben wir ergriffen und konnten innerhalb eines dreimonatigen Gesamtprozesses ein erfolgreiches Brunnenprojekt erfolgreich umsetzen. Erfahren Sie mehr …

Wouroyo/Tchaudjo

Der Ort

Das Dorf Wouroyo 2 und Umgebung liegt innerhalb des Gebietes Tchaudjo in Togo, Westafrika. Die Gemeinde gehört zur Region Centrale und liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Sokodé. In Wouroyo und Umgebung leben ca. 500 Menschen. Ein ländliches Gebiet mit einer beeindruckenden natürlichen Umgebung.

Die Menschen der Gemeinde gehören größtenteils der Ethnie Temba an. Die Temba sind eine Ethnie, die die Hauptbevölke- rungsgruppe im Gebiet des früheren Königreichs Kotokoli 
darstellt. Dabei definieren sie sich hauptsächlich mit linguistischem Hintergrund, denn der Begriff Temba bedeutet eigentlich nur „Tem-Sprecher“. Ethnisch gesehen ist die Gruppe der Tem-Sprecher jedoch ein sehr heterogenes Gebilde.

Brunnenbau

Der Bauprozess

In Afrika gibt es durchaus gute Grundwasserquellen. Allerdings fehlen den meisten Gemeinden finanziellen Mittel.
Hier kam die e.w.enture GmbH ins Spiel, indem wir durch unsere Kontakte und einer Geldspende Möglichkeiten schufen, das Brunnenbauvorhaben mit der nötigen Technik und dem nötigen Fachpersonal zu unterstützen. Umsetzungsschritte:

  • Auswahl
    Ein Auswahlverfahren (Lage, Notwendigkeit, Infrastruktur) über unseren Kontakt führte 
    zur Entscheidung das Dorf Wouroyo 2 in dem Gebiet Tchaudjo zu unterstützen

  • Bauteam
    Der ausgewählte Platz wurde gesäubert, eingeebnet und die genaue Bohrstelle wurde definiert.

  • Bohrung
    Für eine zuverlässige Umsetzung der Wasserversorgung war ein speziell ausgebildetes Fachpersonal notwendig.
    Mit Spitzhacke und Schaufel wurde mit schwerster Handarbeit eine Bohrtiefe von ca. 8m umgesetzt, bis auf eine entsprechende Grundwasserquelle gestoßen wurde. Im Nachgang wurden durch Betonringe die Seitenwände der Brunnengrabung abgesichert.

  • Installation
    Der Brunnen wurde an ein geliefertes Pumpensystem angeschlossen, ein Fundament wurde gegossen.
    Im Anschluss wurde zum ersten Mal Wasser gepumpt – ein freudiges Ereignis für das gesamte Dorf und Umgebung.

  • Brunnenkomitee
    Übergabe an das Brunnenkomitee. Dieses lokale Gremium ist von großer Bedeutung, es übernimmt die
    Verantwortung für Wartung und Pflege des Brunnens und überwacht die faire Verteilung. 

Brunnenbau

Das Richtfest

Sobald die Pumpenanlage installiert wurde und das Brunnenwasser lief, sind einige Dorfmitglieder zu einem Richtfest herbeigerufen worden. Der Brunnen und die Spender wurden in einem speziellen Gebet gesegnet.

Der Brunnen wurde ordnungsgemäß in die Obhut des Dorfältesten übergeben, der wiederum die Aufteilung und Wartung der Brunnenanlage kontrolliert.
Unser Afrikakontakt aus München übernahm die technische Abnahme der Baufirma und die darauffolgende Übergabe.

Brunnenbau

Die Fertigstellung

Nach einem einwöchigen Stresstest wurde der Brunnen als final abgeschlossen übergeben und die Dorfbewohner bemalten den Rohbau in einer von Ihnen ausgewählten Hauptfarbe. Erneut wurden einige Dorfbewohner herbeigerufen, um die Einführung der Brunnenanlage final zu zelebrieren.

Der Brunnen wurde offiziell von einem Imam selig gesprochen und eröffnet. Ab diesem Moment ist der Brunnen für jedermann frei zugänglich und zu benutzen. Die Landwirtschaft verbessert sich nun maßgeblich durch die ausreichende Wasserversorgung, Kinder welche oftmals in den Wasserholprozess eingebunden werden können nun regelmäßiger die Schule besuchen. Diverse Personen, die meist früh morgens vor dem Hitzeeinbruch zum Wasser holen losgezogen sind, können sich jetzt anderen Aufgaben widmen. Alles in allem ein schönes Erfolgsprojekt, bei dem wir aus westlicher Sicht mit wenig Hilfsmitteln viel bewirken konnten.